Die ca. 300 Quadratmeter große Baulücke der Familie Preska liegt seit dem zweiten Weltkrieg brach. Zwar ist die Lage in der Nordstadt Nähe Münsterstraße nicht schlecht für diese Gegend, aber verschiedene Bauherrenmodelle, u.a. barrierefreies Wohnen für alte und behinderte Menschen, konnten bis jetzt nicht realisiert werden. So steht das Fleckchen Land, seit ca. fünfzehn Jahren im Besitz der Preskas, immer noch leer. Tristesse in der Nordstadt. Das soll sich bald ändern. Nun kommt endlich Farbe in die Heroldstraße. Zusammen mit den Ruhrnachrichten starten Mechthild und Uwe Preska die Aktion Kunst im Zwischenraum: Heroldstr. 30.
Die Idee zu dieser Möglichkeit kam den Geschwistern Preska aufgrund der ungenutzten Plakatwände vor ihrem Grundstück in der Heroldstraße. Ursprünglich als Sichtschutz für das dahinter liegende unbebaute Grundstück gedacht, sollen die Plakatwände in Zukunft Forum für Künstler sein.
Zwei Plakatwände werden professionell arbeitenden Künstlern aus NRW - den Vorzug erhalten Dortmunder Bewerbungen - als Präsentationsplattform für ihre Ideen kostenlos zur Verfügung gestellt.
Für die Gestaltung der beiden, jeweils 3x4 Meter großen Holzwände wird den Künstlern freie Hand gelassen, ob sie mit ihrer Technik arbeiten oder sich für ein gestalterisches Experiment entschließen. Was den Untergrund aber auch die ganzen Wände anbetrifft, gibt es sehr viele Möglichkeiten. So können direkt vor Ort Papierbahnen geklebt und daraufhin gestaltet oder vorgefertigte Motive als Plakate aufbracht werden. Es kann abgehängt und aus der Wand herausgewachsen lassen werden. Die bestehenden Wände sind eine neutrale Fläche, die von den Künstlern zur „Spiel“-Fläche der Phantasie umgestaltet werden soll.
Zur Premiere wird, voraussichtlich im September, die erste Gestaltung von der Kölner Künstlerin Karen Betty Tobias mit einer Kollegin vorgestellt.
Weiterhin haben in lockerer Folge jeweils zwei KünstlerInnen die Gelegenheit, ihre Sichtweise in der Heroldstrasse darzustellen. Wichtig ist den Veranstaltern, dass die Künstler miteinander in einen Dialog treten der ihre Arbeiten in einen Bezug bringt. Die Ruhrnachrichten dokumentieren die Plakatgestaltung mit einem Porträt der Künstler.
Bewerbungen zweier kooperierenden KünstlerInnen, die Interesse am Konzept haben und einen Weg beschreiten wollen mit ihrer Kunst eine Brücke zu schlagen, sind herzlich willkommen. Einzelbewerbungen werden ggf. von den Veranstaltern mit Kollegen zusammengebracht um eine Kollaboration anzuregen. Den Veranstaltern der Aktion geht es um die Darstellung von Dualität im Sinne von Individualität-Kollektivität, Verbindung-Trennung, Verschmelzung- Abgrenzung, Zusammenhang-Auseinanderfallen, Gemeinsamkeit-Verschiedenheit, aber auch um einen Ortsbezug zu dem Platz in der Heroldstrasse, Dortmund als zerrissene und wieder zusammenwachsende Stadt, Rückblick und Ausblick usw. Das Prinzip Yin und Yang, weiblich-männlich, hart-weich, warm-kalt, schwarz-weiß, bunt-grau, einfach-kompliziert als Möglichkeit der Verbindung und Ergänzung.
Eine fachkundige Jury, bestehend aus etablierten Kunstschaffenden und Galleristen, soll die Künstler auswählen. Anschließend werden diese benachrichtigt, um mit ihnen verbindliche Termine, kostenlose Nutzungsverträge auszumachen und abzuklären wie viel Vorlauf sie brauchen.
Um dieses Vorhaben zu realisieren und zu etablieren, bewerben sich bitte immer zwei KünstlerInnen mit ihrer Vita und dem geplanten Thema bzw. Entwurf (für zwei Plakatwände nebeneinander) per E-mail an:
Zwischenraum_heroldstrasse [at] yahoo [dot] de
Telefonkontakt: 0231 15 00 561 oder 0231 27 60 29
Kommentare
Kommentar hinzufügen